Lesung Melara Mvogdobo
SONNTAG, 20. September, 14 Uhr
Die Autorin Melara Mvogdobo liest aus ihrem Roman Grössmütter.
Im Roman Grossmütter spiegeln sich die parallelen Lebensgeschichten zweier Frauen, die in unterschiedlichen kulturellen und geografischen Kontexten aufwachsen: die eine auf einem Bauernhof in der Schweiz, die andere in einer wohlhabenden Kameruner Familie. Trotz aller Unterschiede verbindet sie die Erfahrung patriarchaler Strukturen, gesellschaftlicher Erwartungen und die Suche nach Selbstbestimmung. Melara Mvogdobo verwebt die Erinnerungen der Grossmütter zu einer vielschichtigen Erzählung über Familie, Geschlechterrollen und stille Formen des Widerstands. Mit einer präzisen und reduzierten Sprache schafft sie einen literarischen Raum, in dem persönliche Lebenserfahrungen zu einer universellen Erzählung über Würde, Beharrlichkeit und Selbstbehauptung werden.
Grossmütter wurde für den Schweizer Buchpreis 2025 nominiert.

Die Autorin Melara Mvogdobo wurde in Luzern geboren, und ihr Leben hat sie rund um die Welt gebracht – in die Dominikanische Republik, nach Kamerun, zurück in die Schweiz, dann nach Andalusien. Die Pädagogin und Traumaberaterin unterrichtete in der Vergangenheit traumatisierte Jugendliche und leitete Kurse zu tropischer Küche und textilem Handwerk. Aktuell fokussiert sie sich hauptberuflich auf das Schreiben, während sie mit ihrer Familie ein Altstadthaus zu einem kleinen Hotel umbaut. 2023 erschien ihr erster Roman Von den fünf Schwestern, die auszogen, ihren Vater zu ermorden.